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Senegal verschärft Strafen für homosexuelle Beziehungen - Längere Haftstrafen, höhere Geldstrafen

 

Homosexualität ist im Senegal stark tabuisiert - und kriminalisiert. Nun beschließt das Land für gleichgeschlechtliche Beziehungen eine deutliche Verschärfung der Strafgesetze.

 

Im Senegal drohen homosexuellen Paaren künftig längere Haftstraften. Das Parlament beschloss bis zu zehn Jahre Gefängnis für gleichgeschlechtliche Beziehungen.

 

Das Parlament im Senegal hat eine Verschärfung der Strafgesetze gegen homosexuelle Beziehungen beschlossen. Die Nationalversammlung verabschiedete am Mittwochabend mit 135 Ja-Stimmen und drei Enthaltungen einen Gesetzentwurf der Regierung, der deutlich längere Haftstrafen und höhere Geldstrafen für sogenannte "widernatürliche Handlungen" vorsieht.

 

Künftig fünf bis zehn Jahre Gefängnis.

 

Für gleichgeschlechtliche sexuelle Beziehungen drohen künftig fünf bis zehn Jahre Gefängnis statt bislang ein bis fünf Jahre. Auch die "Förderung" oder Finanzierung solcher Handlungen etwa durch Organisationen oder Medien kann in dem westafrikanischen Küstenstaat künftig bestraft werden.

 

Kritiker warnen, dass zivilgesellschaftliche Organisationen oder Programme zur HIV-Prävention bei Risikogruppen dadurch beeinträchtigt werden könnten. Das Gesetz muss noch vom Präsidenten unterzeichnet werden.

 

Homosexualität in rund 65 Ländern weltweit kriminalisiert

Weltweit kriminalisieren rund 65 Länder gleichgeschlechtliche Beziehungen, mehr als die Hälfte davon liegen in Afrika. In vielen afrikanischen Staaten wird die Anerkennung der Rechte schwuler, bisexueller und anderer queerer Menschen (LGBTQ+) als schädlicher Import aus dem Westen dargestellt. Die entsprechenden Strafgesetze gehen jedoch häufig auf die Kolonialzeit zurück.

 

Quelle: zdf heute

 

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